Die Saison 2025 der Tampa Bay Buccaneers fand am ersten Sonntag im Januar offiziell ihr Ende – weniger als 24 Stunden nach dem 16:14-Sieg über die Carolina Panthers. Dieser Sieg führte zu einer ungewöhnlichen Situation, in der der Ausgang des Spiels New Orleans gegen Atlanta über den Champion in der Division, der NFC South, entschied. Weil die Falcons gewannen, ging der Titel an die Panthers.
Damit richten die Buccaneers – erstmals seit 2019 außerhalb des Playoff-Feldes – nun ihren Blick auf die Offseason 2026. Ganz entscheidend dabei: Wann ist das Team bei der großen Nachwuchstalent-Ziehung namens NFL Draft an der Reihe.
NFL Draft: Hier warten die nächsten Superstars
Eine zentrale Rolle bei den Planungen für die neue NFL-Saison spielt der NFL Draft, in dem die Buccaneers in der ersten Runde aktuell auf Position 15 gesetzt sind. Sollten sie diese behalten (also nicht durch einen Tauschhandel abgeben), wäre es der höchste Draftpick des Teams seit der Auswahl von All-Pro-Tackle Tristan Wirfs mit dem 13. Pick im Jahr 2020.
Die ersten 18 Positionen der ersten Draftrunde wurden am Ende der Regular Season 2025 festgelegt, als alle bereits aus dem Playoff-Rennen ausgeschiedenen Teams ihre Draft-Reihenfolge erfuhren. Die Las Vegas Raiders, eines von vier Teams mit einer 3-14-Bilanz, werden an erster Stelle auswählen. Die New York Jets, Arizona Cardinals, Tennessee Titans und New York Giants (4-13) komplettieren die Top Five.
Bilanz-Gleichstand: Diese Regel sorgt für Fairness
Tampa Bay beendete die Regular Season mit einer Bilanz von acht Siegen und neun Niederlagen (8-9) – ebenso wie vier andere Teams. Eines dieser Teams, die Panthers, steht in den Playoffs und wird daher später in der Runde auswählen. Die anderen drei sind die Atlanta Falcons, Baltimore Ravens und Indianapolis Colts.
Zur Festlegung der Draft-Reihenfolge unter diesen punktgleichen Teams griff die Liga auf die Strength of Schedule (SOS) als Tiebreaker zurück. Gemessen wird sie an der addierten Siegquote sämtlicher Gegner, gegen die ein Team in der abgelaufenen Saison gespielt hat. Das Team mit der niedrigsten SOS erhält den höchsten Pick, und so weiter.
Die Falcons wiesen den niedrigsten SOS-Wert (49,5 Prozent) auf und erhielten somit den 13. Pick in der ersten Runde, auch wenn sie diesen Pick durch einen Trade während des letztjährigen Drafts an die Rams abgegeben haben. Der SOS-Wert der Ravens betrug 50,7 Prozent; sie wählen daher an Position 14 aus, gefolgt von den Bucs mit einem SOS von 52,9 Prozent. Die Colts beschließen das Quartett mit einem SOS von 54,0 Prozent und Pick 16 – wobei ihr Pick in der ersten von sieben Draft-Runden wegen eines Tauschhandels den Jets gehört.
Sonderregelung sorgt für Bewegung
Aber: Diese Platzierungen sind nicht in Stein gemeißelt. Im weiteren Verlauf des Drafts rotieren die vier Teams innerhalb des Segmentes der Picks 13 bis 16 in jeder Runde. Das Team, das innerhalb dieser Gruppe in einer Runde zuerst wählt, rückt in der nächsten Runde ans Ende, während die übrigen drei Teams jeweils einen Platz nach vorne rücken. Entsprechend verfügen die Bucs in der zweiten Runde über den 14. Pick, was insgesamt Nummer 46 wäre. In der dritten Runde wählen sie an Position 13, also 77 insgesamt, und so weiter.
Die Buccaneers halten derzeit ihre eigenen Picks in sämtlichen sieben Runden und keine zusätzlichen Picks. Die vollständige Draft-Reihenfolge über alle sieben Runden wird später im Februar finalisiert, wenn die Compensatory Picks bekanntgegeben werden.
Sollte Tampa Bay seine aktuelle Position in der ersten Runde beibehalten, wäre es das dritte Mal in der Teamgeschichte, dass die Franchise den 15. Pick besitzt. Die Bucs wählten an dieser Stelle 1999 den Defensive Tackle Anthony McFarland (Louisiana State University) aus und griffen 2004 erneut auf einen Spieler desselben Colleges zu: Wide Receiver Michael Clayton.































