Das neue Ligajahr und damit der Start der Free Agency beginnt am 11. März. Auch die Transferperiode für 2026 startet an diesem Tag, sobald alle Verträge aus der Saison 2025 offiziell ausgelaufen sind. Der Free-Agency-Wahnsinn steht also kurz bevor, denn viele große Namen der Liga sind dann ohne Vertrag und können frei mit anderen Teams verhandeln. Bei den Tampa Bay Buccaneers stehen mehrere Spieler auf der Liste der kommenden Unrestricted Free Agents, darunter auch die langjährigen Leistungsträger Mike Evans und Lavonte David.
The Athletic hat eine Rangliste der 150 besten Free Agents für 2026 erstellt, in der fünf Bucs-Spieler vertreten sind, darunter Mike Evans auf Platz sieben, Rachaad White auf Platz 70, Jamel Dean auf Platz 84, Cade Otton auf Platz 99 und Lavonte David auf Platz 149.
Im Laufe seiner Karriere war Evans in Tampa Bay die Konstante, während sich Offensive, Coordinators und Quarterbacks immer wieder verändert haben. Der zukünftige Hall of Famer knackte 2025 verletzungsbedingt erstmals nicht die Marke von 1.000 Receiving Yards, hatte seine beeindruckende Serie aber 2024 auf elf Saisons in Folge ausgebaut und damit mit Hall of Famer Jerry Rice gleichgezogen, der die meisten aufeinanderfolgenden 1.000-Yard-Saisons in der NFL-Geschichte verzeichnet. 2025 kam Evans auf 30 Catches für 368 Yards, durchschnittlich 12,3 Yards pro Reception, sowie drei Touchdowns. In seiner zwölfjährigen Karriere sammelte er bislang 866 Receptions für 13.052 Receiving Yards, im Schnitt 15,1 Yards pro Catch, dazu 109 Touchdowns in 176 Spielen, davon 175 als Starter. Der Star-Receiver dürfte in dieser Offseason besonders begehrt sein, da viele Teams ihre Offensive gezielt verstärken wollen.
Rachaad White landete auf Platz 70, nachdem er 2025 insgesamt 572 Rushing Yards und vier Touchdowns bei 132 Laufversuchen erzielt hatte, was einem Schnitt von 4,3 Yards pro Lauf entspricht. Gemeinsam mit Bucky Irving brachte er das Laufspiel in Schwung. Dabei überzeugte er mit Geduld im Laufstil, gutem Timing bei Richtungswechseln, seiner Bereitschaft, bei kurzen Distanzen durch die Mitte die harte Arbeit zu übernehmen, sowie mit seinem starken Körpergefühl als Passempfänger.
Jamel Dean ließ 2025 laut Next Gen Stats das niedrigste Passer Rating aller Cornerbacks mit mindestens 35 Targets (41,3) zu, wenn er angeworfen wurde. Zudem erlaubte er die zweitniedrigste Completion Rate in dieser Gruppe mit 43,1%. Eine Schulterverletzung setzte ihn 2025 zeitweise außer Gefecht, doch als er auf dem Feld stand, zeigte Dean seine Klasse in der Passverteidigung. Mit seiner Reichweite störte er konsequent das Catch-Fenster der Receiver und stabilisierte die Secondary der Bucs spürbar.
Cade Otton stand 2025 bei 993 Snaps auf dem Feld und verließ selten den Platz, vor allem wegen seiner Qualitäten als Blocker. Er verbuchte 59 Receptions für 572 Yards und zeigte dabei sein vielseitiges Skillset. Otton kann verschiedenste Routen laufen und findet zuverlässig die freien Räume in Zone-Coverages. Er kann sein Tempo variieren, um Verteidiger aus dem Gleichgewicht zu bringen, gewinnt auf allen drei Ebenen des Feldes und passt sich dem Ball in der Bewegung sauber an, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren. Der robuste Tight End dürfte auf dem Markt eine spannende Option für Teams sein, die auf dieser Position Bedarf haben.
Lavonte David, der legendäre Linebacker der Bucs, steht seit Jahren für Langlebigkeit und konstante Top-Leistungen. 2025 verbuchte er eine Interception, drei verteidigte Pässe, zwei erzwungene Fumbles, zwei eroberte Fumbles, 3,5 Sacks, 114 Tackles insgesamt, davon 61 solo, acht Tackles for Loss sowie sechs Quarterback Hits. Über seine gesamte Karriere in Tampa Bay kommt David auf 14 Interceptions, 73 verteidigte Pässe, 33 erzwungene Fumbles, 21 Fumble Recoveries, 42,5 Sacks, 1.714 Tackles insgesamt, davon 1.172 solo, 177 Tackles for Loss und 79 Quarterback Hits. Seit Tackles 1994 offiziell erfasst werden, ist David einer von nur zwei Spielern mit mindestens 1.500 Tackles, 40 Sacks und 10 Interceptions und steht damit in einer Reihe mit Ray Lewis. Ob David seine Karriere beendet oder noch eine weitere Saison dranhängt, bleibt abzuwarten, doch seine Karriere spricht für sich.































